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Die Beschneidung (Brit Mila)
Zugehörigkeit zu diesem Bund. Angeordnet wird die Beschneidung am
achten Tag nach der Geburt, auch wenn er auf einen Sabbat oder hohen Feiertag fällt.
Die Beschneidung wird nur aufgeschoben, wenn der Säugling zu schwach oder krank
ist, denn die Achtung vor dem Leben hat Vorrang vor allen Geboten. Zehn jüdische
Männer, ein Minjan, soll als Vertretung der Gemeinde Israels anwesend sein. Die
Zerenomie beginnt, indem der festlich gekleidete Säugling auf den
"Elias-Stuhl" gelegt wird. Nach der Tradition ist der Prophet Elias
wegen seines Eifers für den "Bund des Herrn" bei jeder Beschneidung
als unsichtbarer Ehrengast anwesend. Die Beschneidung wird durch einen religiösen
und medizinischen geschulten "Beschneider", dem sogenannten Mohel,
durchgeführt. Der Pate hält den Säugling während der Beschneidung auf
den Schoß und nach der Beschneidung, wird zum erstenmal der hebräische Name
und der Name in der Landessprache des Kindes laut verkündet. Anschließend
folgt die Pflichtmahlzeit, ein Festmahl, bei dem der Neugeborene beschenkt und
gesegnet wird, mit dem Spruch: "Er wachse heran zur Tora, zur Chuppa und zu
guten Werken". Auf Tora-Wimpeln erscheint dieser Spruch gestickt oder
gemalt. In Deutschland werden die Wimpel aus der Beschneidungswindel hergestellt
und von dem Knaben bei seinem ersten Synagogenbesuch der Gemeinde gestiftet. Bei einem
neugeborenen
Mädchen wird der Name am Sabbat nach der Geburt vor der versammelten Gemeinde
verkündet, wenn ihr Vater zur Toralesung aufgerufen wird. In verschiedenen Ländern
wird der Name des Mädchen bei der Hollekreisch-Zeremonie verkündet. Kinder aus
der Nachbarschaft heben die Wiege des Neugeborenen hoch und rufen: "Hollekreisch
(von haut la crche, "hoch die Krippe"), wie soll das Kindchen heißen?"
Darauf nennt der Vater den Namen des Kindes und dieser Name wird dreimal
wiederholt, und danach erhalten die Kinder Geschenke.
Näheres zum Thema Beschneidung findet sich unter: http://www.talknet.de/~chajmg/Brit.htm
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