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Die Jüdischen Kriege
Die Prokuratoren (=Staatsbeamte/ Statthalter) des Römischen Reiches waren in
der Provinz Judäa meist nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Die Judäer
ertrugen die römische Herrschaft nur unwillig. Schließlich kam es zu zwei
Aufständen der Judäer, die von den Römern blutig niedergeschlagen wurden.
Der 1. Jüdische Krieg
Der Auslöser des ersten jüdischen Aufstandes war 66 n.Chr. die Forderung eines
Prokurators nach Teilen des Tempelschatzes. Die Römer bildeten ein Heer, das
erst unter Titus den jüdischen Widerstand niederschlagen konnte.
Im Jahr 70 n.Chr. belagerte Titus Jerusalem. Die Stadt wurde von einem acht
Kilometer langen Schutzwall umschnürt. Innerhalb dieses Walls hielten sich
tausende Pilger auf,
da die Juden gerade das Pessachfest feierten. In der
Stadt brach eine Hungersnot aus. Vor der Stadt wartete der sichere Tod, denn die
Römer kreuzigten jeden Flüchtling auf ihren Befestigungsanlagen.
Nach hartnäckigen Kämpfen gelang es den Römern schließlich in die Stadt Jerusalem
einzudringen. Sie plünderten und zerstörten den Zweiten
Tempel. Der letzte jüdische Widerstand erlosch 74
n.Chr. mit dem Fall der
Bergfestung
Massada am Toten Meer. Hier hatten fast 1000 Juden der römischen Belagerung
drei Jahre standgehalten. Um nicht in römische Gefangenschaft zu geraten,
entschieden sich 960 Verteidiger für den Freitod. Titus kehrte im Triumph nach
Rom zurück. Nach dem Tod seines Vaters 79 n.Chr. bestieg Titus den Kaiserthron.
Sein plötzlicher Tod nur zwei Jahre später wurde von den Juden als Strafe
Gottes angesehen
 
Der 2. Jüdische Krieg
132 n.Chr. kam es zu erneuten Aufständen als Kaiser Hadrian ein Beschneidungsverbot verfügte. Die jüdischen Krieger wurden von
Bar Kochba angeführt, den einige für den Messias hielten. Doch die Kampfhandlungen wurden bereits 134
n.Chr. in der Schlacht bei Bethar beendet, als die Juden den Römern wiederum
unterlagen.
Die Folgen dieses zweiten Krieges waren für die Juden furchtbar: ein großer
Teil des jüdischen Volkes wurde getötet oder versklavt. Die Römer tilgten den
Begriff "Judäa", die Provinz hieß ab sofort "Syria
Palaestina". Hadrian verbot den Juden den Zutritt nach Jerusalem und
besiedelte die Stadt als römische Kolonie.
Die Auseinandersetzungen mit den Römern beenden für nahezu 2000 Jahre die
Existenz der jüdischen Nation auf eigenem Boden.
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